Der Generationen­vertrag

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Wie funktioniert der Generationenvertrag?

Wirtschaftliche Basis der gesetzlichen Rentenversicherung ist der Generationenvertrag: Die heute Berufstätigen finanzieren mit ihren Beiträgen die Rente der Älteren – in der Erwartung, dass die kommende Generation dann später die Renten für sie aufbringt.

Das Prinzip des Generationenvertrags

Der Generationenvertrag basiert auf dem gesellschaftlichen Konsens, dass eine Generation sich solidarisch mit der anderen Generation stellt. Neben der gesetzlichen Rente basieren z.B. auch die gesetzliche Krankenkasse und die Pflegeversicherung auf den Prinzipien des Generationenvertrages. Angesichts der soziodemografischen Überalterung der deutschen Bevölkerung zeichnet sich ein zunehmendes Ungleichgewicht der geplanten Umverteilung ab.

Notwendigkeit des Generationenvertrags

Der Generationenvertrag ist notwendig, denn die gesetzliche Rentenversicherung finanziert sich nach dem Umlageverfahren: die Beiträge der Versicherten werden für die Rentenzahlungen des jeweils nächsten Monats verwendet – Rücklagen werden keine gebildet.

Wer heute Rente bekommt, hat seine Beiträge also nicht angespart, sondern bereits für die Generation seiner Eltern bezahlt. Und angenommen, Sie stehen mitten im Berufsleben und zahlen als Angestellter in die gesetzliche Rentenversicherung ein, dann kann es sein, dass die Menschen, die für Ihre Rente einzahlen, noch gar nicht geboren wurden. Dieser Generationenvertrag ist nirgendwo schriftlich festgelegt – er ist ein allgemeines gesellschaftliches Übereinkommen.

Weniger Beitragszahler müssen mehr Rentner finanzieren

Die Höhe der Renten und der Beiträge zur Rentenversicherung hängt von der Entwicklung der Altersstruktur ab – bereits im Jahr 2030 wird jeder dritte Deutsche über 60 Jahre alt sein. Heute finanzieren 100 Arbeitnehmer die Bezüge von etwa 50 Rentnern, im Jahr 2040 werden sie bereits 84 Rentner ernähren müssen. Um das Umlageverfahren beibehalten zu können, müssen die Beiträge zur gesetzlichen Rente in Zukunft weiter angehoben und die Rentenleistungen weiter gesenkt werden. Erfahren Sie mehr über das sinkende Rentenniveau.

Was bedeutet das für die gesetzliche Rente?

Die Rentenauszahlungshöhe wird schrumpfen und der Startpunkt der eigenen Rente wird immer weiter nach hinten verschoben. Was passiert, wenn z.B. die Lebensmittelpreise steigen und Ihr Geld dann weniger wert ist, können Sie sich ausmalen. Deswegen steht sogar auf der Renteninformation, die man ab dem 27. Lebensjahr erhält, dass eine eigene private Vorsorge immer wichtiger wird. Auch hat die Regierung dieses Problem erkannt und möchte mit staatlichen Fördermaßnahmen die Menschen für die private Rentenversicherung sensibilisieren.

Ob Riester Rente, eine private Renteversicherung oder auch die Lebensversicherung als Altersvorsorge, ohne Beratung und zusätzliche Absicherung im Alter, wird es schwer sein den gekannten Lebensstandard zu halten. Um die passende Altersvorsorge zu finden, empfehlen Experten sich bei den Verbrauchermagazinen über die verschiedenen Vorsorgemöglichkeiten, wie die Riester oder Rürup Rente im Test, zu informieren.

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