Rente mit 60 Jahren

Rente mit 60 Jahren

Das Renteneinstiegsalter wird derzeit stufenweise von 65 auf 67 Jahre erhöht. Wer vorher in den Ruhestand eintreten möchte, muss bei der Rente mit Abstrichen rechnen. Die Rente mit 60 ist nur für wenige Menschen möglich, denn neben den zu erwartenden Abzügen müssen dazu strenge Auflagen erfüllt sein.

Rente mit 60 für Frauen

Frauen, die vor dem 1. Januar 1952 geboren worden sind, können dann bereits mit 60 in Rente gehen, wenn sie:

  • mindestens 15 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben
  • und mindestens 10 Jahre dieser Beitragszeit nach dem 40. Geburtstag liegen.

Kindererziehungszeiten gelten hierbei wie eigene Einzahlungen in die Rentenkasse.

Tipp: Lesen Sie auch die aktuellen Entwicklungen bei der sogenannten Mütterente.

Rente mit 60 für Arbeitslose

Auch Arbeitslose haben die Möglichkeit bereits mit 60 Jahren in die Altersrente zu gehen. Dazu müssen folgende Bedingungen erfüllt werden:

  • Ähnlich wie bei den Frauen müssen mindestens 15 Jahre Beitragszeiten vorliegen und
  • Acht Jahre Beitragszeiten müssen unmittelbar vor Renteneintritt liegen

Allerdings muss die Arbeitslosigkeit mindestens 52 Wochen nach dem Tag bestehen, an dem das Alter des Versicherten 58 Jahre und sechs Monate beträgt. Zudem ist die Rente mit 60 nur für Arbeitslose möglich, die vor Dezember 1948 geboren worden sind.

Achtung: Arbeitslose, die zwischen Dezember 1948 und Ende 1951 geboren worden sind, können frühestens mit 63 Jahren in Rente gehen.

Rente mit 60 für Schwerbehinderte

Auch schwerbehinderte Menschen, die vor 1952 geboren worden sind, können frühzeitig in Rente gehen. Eine Rente ohne Abzüge ist mit der Vollendung des 63. Lebensjahres möglich. Die Rente mit 60 ist mit Abzügen von bis zu 10,8 Prozent im Rahmen des Möglichen.

Wie hoch können die Rentenabzüge ausfallen?

Insofern die vorzeitige Rente nicht abzugsfrei ist, müssen Frührentner mit Abzügen von 0,3 Prozent pro Monat rechnen. Dies bedeutet, dass jeder Monat, der vorzeitig in Rente verbracht wird zu einem dauerhaften Rentenabzug führt.

Beispielrechnung:

Wer regulär mit 65 Jahren in Rente gehen würde, aber vorzeitig mit 60 in Rente geht, muss mit insgesamt 18 Prozent (60 Monate x 0,3 %) weniger Rente rechnen.

Wer wissen möchte, wie hoch seine gesetzliche Rente ausfallen könnte, sollte unseren Rentenschätzer nutzen.

Geringe Rente und ein Leben in Altersarmut?

Wer verfrüht in Rente geht, muss mir Abstrichen von der so wie so schon geringen gesetzlichen Rente rechnen. Viele Rentner in Deutschland sind daher auf Sozialleistungen im Alter angewiesen.  Über die eigene Beerdigung in der Familie zu reden, fällt schwer. Doch gerade zukünftige Rentner, die in Altersarmut leben, sollten sich darüber Gedanken machen. Was passiert, wenn die Erbmasse nicht für die eigene Beerdigung ausreicht? Dann müssen die nächsten Angehörigen die Kosten begleichen. Wer hier vorbeugen möchte, kann dies mit einer Sterbegeldversicherung tun. Häufig kann diese bis in ein hohes Alter abgeschlossen werden. Vorteil: Das Geld einer Sterbegeldversicherung wird bei Sozialleistungen nicht angerechnet, wie zum Beispiel Kapital auf einem Sparbuch oder Tagesgeldkonto.