Alles rund um die gesetzliche Rentenversicherung (gRV)

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Was ist die gesetzliche Rentenversicherung?

Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt Ihnen im Alter eine Rente, mit der Sie im Idealfall Ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Durch den demografischen Wandel ist die gesetzliche Rentenversicherung allerdings vor große Herausforderungen gestellt. Auf Dauer könnten daher immer mehr Menschen von Altersarmut betroffen sein.

Wie funktioniert die gesetzliche Rentenversicherung?

Die gesetzliche Rentenversicherung wird über das sogenannte Umlageverfahren durch die Rentenversicherungsbeiträge der versicherungspflichtigen Berufstätigen sowie durch einen Bundeszuschuss finanziert. Das bedeutet, mit den Beiträgen, die Sie einzahlen, finanziert die Rentenkasse die Ansprüche der heutigen Rentner. Sie bauen sich dafür im Gegenzug Ansprüche auf, nach denen sich Ihre eigene Rente später bemisst. Zudem können Erziehungszeiten, Ausbildung und ähnliches Ihre Altersrente erhöhen.

Wer zahlt in die gesetzliche Rentenversicherung ein?

Als Arbeitnehmer sind Sie grundsätzlich versicherungspflichtig und müssen Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung leisten. Diese Beiträge führt Ihr Arbeitgeber aus dem Bruttogehalt direkt an die Rentenkasse ab. Daneben gibt es auch Selbständige, die pflichtversichert sind. Arbeiten Sie beispielsweise als selbständige Lehrkraft, die über 450 Euro monatlich verdient, müssen Sie genauso Rentenversicherungsbeiträge zahlen, wie als Hebamme, Handwerker oder Künstler. Einigen Selbständigen steht es hingegen frei, ob sie sich ausschließlich auf private Vorsorgemaßnahmen verlassen oder sich als freiwillig Versicherter bei der Rentenkasse eine Basis für die Altersvorsorge aufbauen wollen.

Wer erhält staatliche Rente?

Wenn Sie während Ihres Berufslebens mindestens fünf Jahre lang in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert sind, erhalten Sie im Alter Rente. Das gilt nicht nur für Arbeitnehmer, sondern auch für versicherungspflichtige Selbständige, freiwillig Versicherte und ehemalige Beamte, die keinen Anspruch auf ein Ruhegeld haben, dafür jedoch in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert werden.

Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung

Aus den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung werden verschiedene Leistungen finanziert. Neben der Altersrente sind das die Erwerbsminderungsrente, Hinterbliebenenrenten wie die Witwenrente sowie Rehabilitationsmaßnahmen.

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Altersrente

Ab wann Sie regulär Altersrente beziehen können, hängt von der geltenden Regelaltersgrenze ab. Diese wird seit 2012 von 65 Jahre auf 67 Jahre schrittweise erhöht. Für Versicherte ab dem Geburtsjahrgang 1964 gilt dabei, dass sie ohne Abzüge ab einem Alter von 67 Jahren in Rente gehen können. Allerdings verringert sich das Eintrittsalter für langjährig Versicherte mit einer Versicherungsdauer von mindestens 45 Jahren um zwei Jahre.

Wenn Sie jedoch nicht bis zur Regelaltersgrenze arbeiten möchten, können Sie nach einer Versicherungszeit von mindestens 35 Jahren mit Abschlägen in Rente gehen. Dann wird Ihre Rente für jeden Monat, den Sie zu früh in Rente gehen, dauerhaft um 0,3 Prozent verringert. Wollen Sie hingegen länger arbeiten, erhöht sich Ihre Rente pro Monat um 0,5 Prozent.

Daneben gibt es weitere Regelungen für Schwerbehinderte sowie Frauen und Langzeitarbeitslose beziehungsweise Menschen in Altersteilzeit bis zum Geburtsjahrgang 1952.

Wie hoch Ihre Rente im Alter ausfällt, hängt neben den Abschlägen vor allem von Ihren gesammelten Rentenansprüchen ab. Wenn Sie sich nicht allein auf die gesetzliche Rente verlassen wollen, können Sie beispielsweise mit einer privaten Altersvorsorge zusätzliche Rentenzahlungen ansparen.
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Reha

Als Sonderfall unter den Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung stehen die Rehabilitationsleistungen. Denn diese werden nicht am Ende des Berufslebens oder als Ersatzleistung für die finanzielle Versorgung eines Verstorbenen gezahlt. Sie dienen vielmehr zur Wiedereingliederung ins Berufsleben, wenn beispielsweise eine schwere Krankheit ein weiteres Arbeiten nicht ohne weiteres möglich macht.

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Erwerbsminderungsrente

Nicht jeder Mensch kann bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze arbeiten. Krankheiten, Unfälle sowie psychische Probleme führen zuweilen zum vorzeitigen Ende der beruflichen Laufbahn. Unter Umständen erhalten Sie in einem solchen Fall die gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Dazu müssen Sie einerseits eine Wartezeit von mindestens fünf Jahren in der gesetzlichen Rentenversicherung erfüllt haben.

Zudem kommt die Erwerbsminderungsrente nur in Frage, wenn Sie in keinem Beruf mehr mindestens drei Stunden täglich (volle Erwerbminderungsrente) beziehungsweise drei bis sechs Stunden (halb Erwerbsminderungsrente) arbeiten können. Allerdings ist die Erwerbsminderungsrente nicht sehr hoch und beträgt oft nicht einmal dreißig Prozent Ihres letzten Bruttoeinkommens. Experten raten daher, privat vorzusorgen.

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Hinterbliebenenrente

Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt nicht nur Leistungen an (ehemalige) Beitragszahler. Sie unterstützt auch Hinterbliebene, wenn der Beitragszahler verstirbt. Am verbreitetsten dabei sind die kleine und große Witwen-/Witwerrente. Die kleine Witwenrente beträgt 25 Prozent der Rente des Verstorbenen und wird für zwei Jahre gezahlt. Hat der hinterbliebene Partner das 47. Lebensjahr vollendet, ist erwerbsgemindert oder erzieht ein eigenes Kind beziehungsweise das Kind des Verstorbenen, kann auch die große Witwenrente in Höhe von 55 Prozent gezahlt werden. In den alten Bundesländern besteht zuweilen auch noch die Geschiedenenrente für Ehen, die vor dem 1. Juli 1977 geschieden wurden.

Daneben kommt die gesetzliche Rentenversicherung für die Halbwaisenrente (zehn Prozent der Rente plus Zuschläge) und die Vollwaisenrente (20 Prozent der Renten plus Zuschläge) auf sowie die Erziehungsrente, die sich aus den eigenen Rentenansprüchen bemisst und für die Erziehung eines Kindes nach dem Tod des Partners gezahlt werden kann.

Vor der Rente

Damit Sie später Anspruch auf eine Rente haben, müssen Sie während Ihres Berufslebens Beiträge zahlen. Zusätzlich können Ihnen beitragsfreie Zeiten angerechnet werden.

Beiträge zur Rente

Die Beiträge zur Rente bemessen sich an Ihrem Einkommen und dem aktuellen Rentenversicherungsbeitrag. Dieser liegt 2017 bei 18,7 Prozent des Bruttogehalts. Als Arbeitnehmer müssen Sie für diesen Beitrag allerdings nicht allein aufkommen. Vielmehr zahlen Sie und Ihr Arbeitgeber den Beitrag jeweils zur Hälfte. Wenn Sie über ein sehr gutes Einkommen verfügen, wird der Rentenversicherungsbeitrag nur bis zur sogenannten Beitragsbemessungsgrenze von 76.200 Euro/West beziehungsweise 68.400 Euro/Ost anteilig berechnet.

Anders sieht es aus, wenn Sie selbständig sind oder freiwillig rentenversichert. Selbständige können entweder unabhängig von ihrem tatsächlichen Einkommen monatlich den Regelbeitrag zahlen (2017: 556,33 Euro/West und 497,42 Euro/Ost) oder auf Grundlage ihres Einkommens den vollen Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung abführen. Existenzgründer haben zudem die Option, bis zum vierten Jahr Ihrer Selbständigkeit pro Monat nur den halben Regelbeitrag (278,16 Euro/West und 248,71 Euro/Ost) zu zahlen.

Freiwillig Versicherte können die Höhe ihrer Beiträge selbst bestimmen. Die monatlichen Zahlungen an die Rentenkasse müssen nur zwischen dem gesetzlichen Mindestbeitrag (2017: 84,15 Euro) und dem Höchstbeitrag liegen (West: 1187,45 Euro und Ost: 1.065,90 Euro). Umso mehr Sie in die Rentenversicherung einzahlen, umso höher fällt später natürlich auch Ihre Rente aus.

Weitere Rentenansprüche

Sie erwerben nicht nur durch Ihre Zahlungen an die Rentenversicherung Ansprüche auf spätere Rentenzahlungen. Auch die Erziehung von Kindern wird bei der Rentenberechnung berücksichtigt. Hinzu kommen die sogenannten Anrechungs- und Zurechnungszeiten.

Darunter fallen beispielsweise:

  • Zeiten der Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit,
  • Arbeitslosigkeit,
  • schulische Ausbildung nach dem 17. Lebensjahr (Schule, Hochschule, Fachhochschule, usw.),
  • Erwerbsminderung mit Bezug von Rentenleistungen,
  • Bezug von Arbeitslosengeld II ab 2011.

Darüber hinaus gibt es Ersatzzeiten vor 1992, die unter anderem politischen Gefangenen und Vertriebenen Rentenansprüche gewähren.

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Während der Rente

Sie wollen sicher nicht erst zum Rentenbeginn wissen, wie viel Geld Ihnen im Alter zur Verfügung steht. Denn ob die Rente ausreicht, um später ein angenehmes Leben zu führen, ist nicht in jedem Fall sicher. Zudem gibt es auch zu bedenken, dass auf die Rentenzahlungen Steuern und Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge fällig sind.

Höhe der Rente

Wie viel Rente Sie im Alter erhalten, ist im Wesentlichen abhängig von der Höhe Ihrer Einzahlungen. Haben Sie in Ihrer Berufslaufbahn gut verdient und entsprechend hohe Beiträge leisten können, dann erwartet Sie im Alter eine gute Rente. War Ihr Einkommen hingegen eher gering oder mussten Sie Ihre Arbeit mehrfach unterbrechen, fallen die Zahlungen eher niedrig aus. Natürlich zahlt sich auch eine lange Arbeitsdauer aus. Wer schon in jungen Jahren Beiträge an die Rentenversicherung entrichtet und sich erst mit dem regulären Rentenalter zur Ruhe setzt, kann insgesamt mehr Ansprüche sammeln, als ein Gutverdiener, der nur wenige Jahre arbeitet.

Berechnung der gesetzlichen Rente

Die Rentenansprüche lassen sich der Einfachheit halber in den sogenannten Rentenpunkten messen. Verdienen Sie beispielsweise ein Jahr lang das veranschlagte Durchschnittsentgelt in der gesetzlichen Rentenversicherung (2017: 37.103 Euro), erhalten Sie einen Rentenpunkt. Für Erziehungszeiten gibt es für Kinder, die ab 1992 geboren wurden, pro Kind drei Rentenpunkte, davor zwei Rentenpunkte.

An der Summe der Rentenpunkte wird im Alter die Höhe der Rente festgelegt. Diese ändert sich durchaus im Laufe der Zeit, da der Wert eines Rentenpunktes an der Entwicklung der Bruttolöhne in Deutschland bemessen wird. Verdienen die Menschen also mehr, dann steigen auch die Altersrenten. Seit dem 1. Juli 2016 entspricht ein Rentenpunkt in den alten Bundesländern 30,45 Euro, in den neuen Bundesländern 28,66 Euro. Die Renten Ost und West sollen voraussichtlich bis 2025 angeglichen werden.

Rentenbesteuerung

Seit 2005 wird die Besteuerung der gesetzlichen Rente schrittweise von 50 auf 100 Prozent erhöht. Bis 2040 kommt es auf diese Weise zur vollständigen Besteuerung der Rentenleistungen. Dabei gilt, dass der Besteuerungsanteil für die Rente im Jahr des erstmaligen Rentenbezugs für die gesamte Rentendauer festgelegt wird. Im Jahr 2017 gilt ein Besteuerungsanteil von 74 Prozent. Würden Sie also in diesem Jahr zum ersten Mal eine Altersrente beziehen, müssten Sie Ihr Leben lang 74 Prozent der Rente zu Ihrem persönlichen Steuersatz versteuern. Erhalten Sie hingegen erst 2035 Ihre erste Rente, dann sind es 95 Prozent, die Sie steuerlich berücksichtigen müssen.

Wie der Renteneintritt die Höhe der Rentenbesteuerung beeinflusst

RentenbeginnSteueranteil
200550%
200652%
200754%
200856%
200958%
201060%
201162%
201264%
201366%
201468%
201570%
201672%
201774%
201876%
201978%
202080%
203090%
2040100%

Wie hoch Ihr persönlicher Steuersatz im Alter ausfällt, lässt sich hingegen nicht pauschal sagen und ist abhängig von Ihrem gesamten Einkommen, den Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung, sowie familiären Verpflichtungen und anderen Belastungen, die Sie steuerlich geltend machen können. Fast in jedem Fall liegt der persönliche Steuersatz jedoch unter dem des Berufslebens. Erfahren Sie hier mehr zum Renteneintrittsalter.

Renteninformation

Wenn Sie jetzt schon wissen möchten, welche Rentenhöhe Sie später erhalten, dann können Sie sich an der alljährlichen Renteninformation orientieren. Diese bekommen Sie in der Regel das erste Mal, sobald Sie die fünfjährige Wartezeit erfüllt, also beispielsweise fünf Jahre lang Beiträge in die Rentenkasse eingezahlt haben, und Sie mindestens 27 Jahre alt sind.

Was steht in der Renteninformation?

Die Renteninformation gibt Ihnen einen Eindruck von der zu erwartenden Rente auf Grundlage der bisher erworbenen Rentenansprüche und der voraussichtlichen Rentenentwicklung. Das Schreiben informiert im Wesentlichen über die

  • Rente bei voller Erwerbsminderung
  • Höhe der gesetzlichen Rente nach bisherigem Stand
  • Rentenhöhe zum Rentenbeginn, wenn weiter Beiträge wie im Durchschnitt der letzten fünf Jahre gezahlt werden

Insbesondere der letzte Wert stellt jedoch nur eine Hochrechnung dar und Sie sollten diese mit Bedacht wahrnehmen. Ändert sich der Versicherungslauf – zum Beispiel durch einen Jobwechsel mit Einkommensbußen –, ändert sich die Höhe der Regelaltersrente. Rentenversicherte sollten sich dessen stets bewusst sein.

Zudem müssen Sie beachten, dass von der späteren Rente noch Steuern sowie die vollen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge abgezogen werden. Die Inflation sorgt darüber hinaus dafür, dass die spätere Rente bei weitem nicht die Kaufkraft von heute hat. Eine zusätzliche Vorsorge ist daher in fast jedem Fall angebracht, um finanziellen Schwierigkeiten im Alter vorzubeugen.

Rentenirrtümer

Um die Rente gibt es nicht selten Missverständnisse. Manche Rentenirrtümer halten sich dabei besonders hartnäckig. Hier sind einige der häufigsten zusammengefasst und es wird erklärt, wie es sich wirklich verhält:

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Die letzten Jahre vor der Rente besonders wichtig

Die Höhe der Rentenleistung ergibt sich aus der Summe aller rentenrechtlichen Zeiten. Die letzten Jahre vor dem Rentenbeginn werden demnach genauso behandelt wie alle anderen Beitragsjahre auch.

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Ich bekomme meine Rente erst, wenn ich 15 Jahre gearbeitet habe

Einen Anspruch auf die gesetzliche Rente haben Sie dann, wenn Sie eine Mindestversicherungszeit in der gesetzlichen Rentenversicherung erfüllen. Diese beträgt fünf Jahre. Neben den Beitragszeiten werden dabei auch Kindererziehungszeiten, Wehr- oder Zivildienst und Zeiten aus einem Versorgungsausgleich angerechnet. Die Wartezeit von 15 Jahren gilt lediglich für die Altersrente für Frauen, die vor 1952 geboren wurden und bereits mit 60 Jahren in Rente gehen können.

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Erst Renten ab 2005 müssen voll versteuer werden

Für Rentner, die bereits vor dem Jahr 2004 eine Rente erhalten haben, liegt der steuerpflichtige Anteil weiterhin bei 50 Prozent. Diese Regelung führt dazu, dass viele Rentner keine Steuern zahlen müssen. Bei zusätzlichen Einkünften etwa durch Mieteinnahmen oder Zinserträge können jedoch Steuern fällig werden.

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Alle müssen bis 67 arbeiten

Alle, die nach 1963 geboren wurden, sind von der Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 Jahre  betroffen. Bürger, die im Jahrgang 1946 oder davor geboren wurden, betrifft diese Regelung nicht. Bei den Geburtsjahrgängen 1947 bis 1963 wurde die Regelaltersgrenze stufenweise angehoben. Langjährig Versicherte können zudem mit Abschlägen vorzeitig in Rente gehen.

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Die Altersrenten von Ehepartnern werden angerechnet

Die Rentenansprüche des Ehepartners werden nicht auf die eigene Rente angerechnet. Lediglich bei Rentenansprüchen nach dem Fremdrentengesetz (Regelt, unter welchen Voraussetzungen Vertriebene und Spätaussiedler für im Ausland geleistete Tätigkeiten in Deutschland eine Rente erhalten) ist eine Begrenzung der gemeinsamen Rentenansprüche möglich.

Hintergründe zur gesetzlichen Rentenversicherung

Um die gesetzliche Rentenversicherung und die Höhe der persönlichen Ansprüche zu verstehen, hilft es manchmal, sich etwas mit den Hintergründen zu beschäftigen.

Altersarmut und demografischer Wandel

Wer seinen finanziellen Bedarf im Rentenalter nicht mit gesetzlicher Rente, Privatvermögen und privaten Rentenleistungen decken kann, ist von Altersarmut betroffen.

Altersarmut hat verschiedene Ursachen. So sind Frauen häufiger als Männer von Altersarmut betroffen, da sie häufiger Zeit für die Kindererziehung aufwenden. Zudem entscheiden sie sich nach der Rückkehr in den Beruf nicht selten für eine Teilzeitanstellung. Aus diesem Grund zahlen Frauen im Vergleich zur männlichen Bevölkerung durchschnittlich weniger in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Hinzu kommt ein niedrigeres Lohnniveau. Aber auch Männer können von Altersarmut betroffen sein. Wer etwa sein gesamtes Arbeitsleben lang wenig verdient, zahlt ebenfalls nur geringe Beiträge in die Rentenkasse ein.

Langfristig werden aber auch Menschen von Altersarmut in Deutschland betroffen werden, die ein höheres Lohnniveau haben. Grund dafür ist der demografische Wandel: Es gibt mehr ältere Menschen, die noch dazu länger leben und auf Rente angewiesen sind. Dadurch müssen immer weniger Beitragszahler eine höhere Last tragen. Da dies nicht nur durch steigende Versicherungsbeiträge zu finanzieren ist, werden die Rentenleistungen langfristig sinken. Die Folge: Mehr Rentner kommen mit den Zahlungen von der Rentenkasse nicht über die Runden.

Generationsvertrag

Wenn man über die gesetzliche Rentenversicherung spricht, kommt man um den Begriff „Generationenvertrag“ kaum herum. Doch was verbirgt sich hinter dieser Abmachung und warum könnte unser Rentensystem genau daran scheitern?

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Versorgungslücke

Wenn Sie noch mitten im Berufsleben stehen, ist es wahrscheinlich für Sie nur schwierig abzuschätzen, wie viel Geld Sie im Alter monatlich benötigen, um Ihren bisherigen Lebensstandard zu halten. Allerdings lässt sich die zu erwartende Versorgungslücke schon jetzt berechnen.

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