Strategien der Altersvorsorge |
Die persönliche Vorsorgestrategie hängt von vielen Dingen ab: vom Einkommen, Familienstand, dem berufstypischen Risiko vorzeitiger Erwerbsunfähigkeit oder von zu erwartenden Erbschaften. Auch die Risikobereitschaft bei der Geldanlage spielt eine wichtige Rolle. Eine für Alle gültige Empfehlung ist deshalb zwar kaum möglich – abhängig vom Lebensalter gelten aber einige Grundsätze: |
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Grundsätze auf einen Blick: |
Je früher Sie Ihre Altersvorsorge beginnen, umso geringer können die Sparbeiträge sein. Ein Einstieg in jungen Jahren mit kleinen Beiträgen und Ausnutzung der relativ hohen Förderung ist sinnvoll.
Eine riskantere Geldanlage bietet höhere Renditechancen. Je näher Sie dem Rentenalter kommen, desto mehr sollten Sie auf sichere Anlageprodukte setzten.
Wichtig: unabhängig vom Alter – nur wenn Sie bereit sind für eine höhere Rendite auch ein höheres Risiko einzugehen, sollten Sie Produkte wie Aktienfonds, fondgebundene Lebensversicherung oder Aktien in Erwägung ziehen.
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Vorsorgestrategien für 20-30 jährige |
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An seine persönliche Vorsorge sollte man schon in jungen Jahren denken. Wer ein eigenes Gehalt bezieht, hat vollen Anspruch auf staatliche Förderung. Die Beiträge zur privaten Rentenversicherung nach dem Riester-Modell werden prozentual vom Einkommen berechnet, sie sind deshalb schon für Berufsanfänger bezahlbar – und die Zulagen sind genauso hoch wie bei höheren Einkommen.
Für Singles ist Familienschutz unnötig – Berufsunfähigkeits-Schutz jedoch sehr wichtig
Junge Singles brauchen noch keine Lebensversicherung als Familienschutz. Dringend anzuraten ist aber bereits für Jüngere ein Schutz für den Fall vorzeitiger Berufsunfähigkeit: wird das aktive Erwerbsleben schon in den ersten Jahren |
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unfreiwillig durch Krankheit oder Unfall beendet, sind die gesetzlichen Versicherungsleistungen kaum der Rede wert. Wer rechtzeitig in den Berufsunfähigkeits-Schutz einsteigt, zahlt besonders günstige Beiträge und verhindert Leistungsausschlüsse des Versicherers wegen Vorerkrankungen. |
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Vorsorgestrategien für 30-40 jährige |
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Wenn das Einkommen steigt, steigen auch die Vorsorgeansprüche. Spätestens jetzt wird es Zeit, eine private Rentenvorsorge abzuschließen und die staatlichen Zulagen und Steuervorteile zu nutzen. Wer bereits Kinder hat, bekommt Extra-Zulagen zur Riester-Rente. Auch Anlagen in Aktien, Rentenpapieren oder Fonds können sich lohnen, denn die Renditevorteile von Wertpapieren zeigen sich besonders auf lange Sicht. Wer mit Aktien für´s Alter vorsorgen will, sollte die Anlagen breit streuen oder auf Fonds setzen, damit das Risiko überschaubar bleibt. |
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Eine Risikolebensversicherung schützt die Familie |
Der Familienschutz in Form einer Lebensversicherung wird erforderlich, wenn man Angehörige zu versorgen hat. Mit einer Risikolebensversicherung ist die Familie im Ernstfall finanziell gut geschützt, mit einer Kapitallebensversicherung sorgt man zusätzlich für´s Alter vor. Ab einer Laufzeit von 12 Jahren sogar steuerfrei. Wichtig: eine Kapitallebensversicherung kann zur Finanzierung von Immobilienerwerb genutzt werden. |
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Vorsorgestrategien für 40-50 jährige |
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Auch für sie gilt: die staatliche Förderung einer privaten Zusatzrente sollte sich niemand entgehen lassen. Der nicht berufstätige Ehepartner hat Anspruch auf einen eigenen Vertrag, für die Kinder gibt es Extra-Zulagen. Auch die Steuervorteile bringen bares Geld. Spätestens, wenn mehrere Kinder da sind und der „hauptamtlich“ erziehende Ehepartner über viele Jahre keiner bezahlten Erwerbstätigkeit nachgehen kann, wird ein guter Familienschutz durch eine Lebensversicherung unerlässlich. |
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Fondsgebundene Renten- oder Lebensversicherungen bieten bessere Ertragschancen, aber auch ein etwas höheres Risiko als die klassischen Produkte. Die Lebensversicherung kann in einem Kombi-Vertrag günstig mit einem Berufsunfähigkeitsschutz kombiniert werden. |
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Vorsorgestrategien für über 50-jährige |
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Mit 50 wurde meist ein guter Teil der Vorsorge aufgebaut. Die staatlich geförderte private Zusatzrente sollte man bis zum Ruhestand weiterführen. Auszahlungen aus fällig gewordenen Lebensversicherungen oder anderen Anlagen können als Einmalzahlung in eine Privatrente eingebracht werden, um die späteren Leistungsansprüche noch weiter zu verbessern. Die Vereinbarung einer Rentengarantiezeit sichert dabei auch die Angehörigen mit ab.
In den Jahren vor Renteneintritt sollten riskante Geldanlagen vermieden werden
Wer sich nicht so lange festlegen will, kann frei werdendes Geld in Festgeldanlagen, Rentenpapieren oder Rentenfonds parken, um sich auch |
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gehobene Bedürfnisse flexibel erfüllen zu können. Das Aktien- und Fondsportfolio sollte nun in risikoarme Anlagen umgeschichtet werden, damit bei evtl. schwächer werden Markt das Risiko eines Substanzverlustes minimiert wird. Und wer mehr als genug hat, kann schon jetzt Kapital auf seine Kinder übertragen, um spätere Verluste durch hohe Erbschaftssteuer zu umgehen. |
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